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Düsseldorfer Aero Klub

Geschichte des DAeK

Klaus Bongartz erzählt die atemberaubende Geschichte des Düsseldorfer Aero-Klubs und holt einige längst vergessene Schätze aus Düsseldorfs Vergangenheit ans Licht!

kranichtaufe

Seit über 100 Jahren ist in Düsseldorf der Luftsport zu Hause! Begonnen hat alles mit den ersten Ballonaufstiegen zu Anfang des 20. Jahrhunderts und der bald folgenden Gründung des „Niederrheinischen Vereins für Luftschifffahrt e.V.“ mit der Sektion Düsseldorf. Einige Jahre später entdecken Düsseldorfer auch ihr Interesse an Flugzeugen und gründen den „Düsseldorfer Flugsportklub". Geflogen wird vom Lohausener Exerzierplatz aus, der Urzelle des Düsseldorfer Flughafens. Dazu kommt dann bald noch ein Modellflugverein und nach dem 1. Weltkrieg, zunächst notgedrungen, die Segelflieger. Alle schließen sich dann 1927 zum „Düsseldorfer Aero-Klub e.V.“ zusammen. Im selben Jahr wird auch der Verkehrsflughafen eröffnet. Zunächst erlebt der Verein einen Aufschwung bevor er im Dritten Reich gleichgeschaltet und von den Machthabern für ihre militärischen Zwecke vereinnahmt wird. Nach dem 2. Weltkrieg kann der Klub dann bereits 1950 wiederaufleben. Die schnell wachsende Verkehrsfliegerei verdrängt 1956 die Segelflieger und 50 Jahre später auch unsere Motorflieger vom Flughafen in Lohausen. Während erstere seitdem auf der Wolfsaap ihr zu Hause haben, kam die Umzugsentscheidung für letztere wohl zu spät. Sicher auch in Zukunft werden sich Düsseldorfer Segelflieger, Ballonfahrer und Modellflieger für ihren Luftsport begeistern.

Wie alles begann

Die ersten Ballonstarts mit sogenannten Charlieren fanden bereits vor 1901 auf dem Burgplatz in der Düsseldorfer Altstadt statt. Noch im selben Jahr wurden diese Starts behördlicherseits verboten, da angeblich jedes Mal bei einem Start der Verkehr zusammen brach. So gründeten die Ballöner 1902 einen Verein, um ihre Interessen besser vertreten zu können.
Deshalb wird 1902 immer als Gründungsjahr der Urzelle des Düsseldorfer Aero-Klubs angeführt. 1952 kam eine Chronik mit dem Titel „50 Jahre wie im Flug“ und 1977 eine weitere mit dem Titel „75 Jahre wie im Flug“ heraus. Für das Jahr 2002 war eine große 100-Jahr-Feier mit Flugtag auf der Wolfsaap vorgesehen, konnte mit der damaligen geringen Mitgliederzahl jedoch nicht realisiert werden.
Da die Ballonstarts auf dem Burgplatz untersagt waren, wichen die Ballöner auf den Exerzierplatz an der heutigen Fischerstraße aus. Noch Jahrzehnte nachher erinnert das an der Fischerstraße gelegene Lokal „Am Luftballon“ an diese Zeit.
1907 wurde ein weiterer Luftfahrtverein gegründet, welcher sich dem Flug mit Motorflugzeugen verschrieben hatte. Noch im selben Jahr fusionierten beide Luftfahrtvereine zu einem Verein mit zwei selbstständigen Abteilungen.
Die Ballonfahrer verblieben auf dem Exerzierplatz. Dieser war jedoch als Startbahn für die damals noch recht schwach motorisierten Flugzeuge zu kurz. Deswegen suchten sich die Motorflieger ein eigenes Startgelände und fanden dies in Form einer knapp 1000 Meter langen, nahezu perfekt in Nord-Süd Richtung ausgerichteter Wiese zwischen dem östlichen Dorfrand des Dörfchens Lohausen und dem Truppenübungsgeländes. Als Clubheim wurde die Einliegerwohnung in der ersten Etage eines Lohausener Wohnhauses angemietet.
1910 gründete Graf Ferdinand von Zeppelin die Deutsche Luftschiff AG, kurz DELAG. Aufgabe war der Linientransport von Personen und Fracht mittels Zeppelin Luftschiffen. Dazu wurden überall in Deutschland Luftschiffhäfen angelegt. So auch in Düsseldorf. Und zwar im Bereich des heutigen Freiligrathplatzes, genau zwischen dem als Ballostartplatz genutzten Exerzierplatz und dem Motorflugplatz Lohausen. Der Luftschiffhafen bestand lediglich aus einer Startwiese und einer hölzernen Luftschiffhalle für ein Luftschiff.

Der 1. Weltkrieg

Anfang 1914 warf der erste Weltkrieg bereits seine Schatten voraus und in Stockum wurde eine weitere Luftschiffhalle errichtet, in der ein Heeresluftschiff stationiert wurde. Bei Kriegsbeginn übergab der General a.D. Graf von Zeppelin seine Zivilluftschiffe inklusive Hallen und Startplätzen den Militärs.
1918 endete der Krieg, 1919 trat der Versailler Vertrag in Kraft. Danach war den Deutschen das motorisierte Fliegen komplett verboten. Das Rheinland und damit auch Düsseldorf wurden unter französische Militärherrschaft gestellt. Hier herrschten noch strengere Militärgesetze. Neben einem Vereins- und Versammlungsverbot war hier der Bau, Besitz und Betrieb jeglicher Luftfahrtzeuge, auch unmotorisierter Art, verboten. Im schlimmsten Fall drohte darauf sogar die Todesstrafe! Außerdem wurde sämtliche Militäranlagen von den Franzosen besetzt, also sowohl die Kaserne, als auch der Exerzierplatz und der Luftschiffhafen. Der Motorflugplatz Lohausen nicht, der war ja Privateigentum.

Neubeginn

Das Versammlungsverbot wurde bald aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben und so trafen sich auch wieder die Mitglieder des Flugvereins. Da ihnen das Fliegen verboten war, bauten sie Flugmodelle, denn der Modellbau war erlaubt. Schließlich bauten sie ein Modell im Maßstab 1:1, einen Schulgleiter!

baubetrieb

Baubetrieb

jungfliegerkurs

Heinrich Hartmann (links) mit Jungfliegerkurs (1928/29)

lohausen

Nach Fertigstellung wurde dieser Gleiter eines Samstagmorgens, unter Lebensgefahr, als Möbeltransport aus der Stadt ins bergische Land transportiert. Hier war das Segelfliegen erlaubt. Sonntagabends wurden die Trümmer auf dieselbe Art in die Stadt zurück geschmuggelt.
So wurde fortgefahren, bis die Franzosen abzogen und das Rheinland entmilitarisierte Zone wurde. Kurz zuvor rissen die Franzosen noch die Luftschiffhallen ab. Das Gelände verwilderte und wurde ab 1925 mit Wohnhäusern rund um den heutigen Freiligrathplatz bebaut. Die Fundamente der Hallen waren bis Anfang der 30er Jahre noch sichtbar. Die Gaststätte „Zeppelin" am Sandweg erinnert noch heute an den Luftschiffhafen.
Mit Abzug der französischen Truppen, war auch wieder das Fliegen erlaubt. Die Motorflieger flogen wieder in Lohausen und die Ballonfahrer kehrten auf den Exerzierplatz zurück. Außerdem blieben einige dem Segelflug oder dem Modellflug treu, so dass der Verein nun vier Abteilungen hatte. Segelflieger und Modellflieger flogen Anfangs noch in Lohausen, obwohl es die Segelflieger schon damals immer wieder an die Hänge des Bergischen Landes zog.
Die Ballonfahrer zogen nach Düsseldorf-Eller, wo sie eine Startwiese direkt an der neu erbauten Wasserstoffhauptleitung Ruhrgebiet - Henkel - Bayer Leverkusen fanden. Sie waren damals sehr aktiv. Besonders ein Carl Götze fuhr mit seinem Ballon unter anderem bis nach Sibirien. Das nach ihm benannte Vereinsheim der Ballöner liegt noch heute in Eller.

Der Flughafen

In den 20er Jahren wurden viele kleine Fluggesellschaften gegründet, welche Luftpost, Luftfracht und vereinzelt auch Passagiere mit Motorflugzeugen transportierten. Diese Gesellschaften nutzten als Landeplatz auch das Vereinsfluggelände in Lohausen. Schnell fusionierten einige der Gesellschaften und so entstanden immer größere Gesellschaften, unter anderem die Lufthansa. Auch die Flugzeuge wurden größer, schwerer und Allwettertauglich. Für solche Flugzeuge war die, bei Regenwetter, sumpfige Grasbahn in Lohausen nicht geeignet.
So wurde 1927 aus dem Vereinsfluggelände in Lohausen der Düsseldorfer Flughafen. Die Grasbahn wurde nach Norden auf 1500m verlängert und befestigt. Ein erstes Flughafengebäude entstand am Lohausener Dorfrand, welches mit seinem Walmdach eher an einen Kleinstadtbahnhof erinnerte. Im Erdgeschoß war eine Wartehalle mit Ticketschalter und Restaurant untergebracht. Im Obergeschoß saßen die Verwaltung und die Luftpolizei. Sie gehörte der normalen Stadtpolizei an und war für alles zuständig, was heute die Flugsicherung übernimmt: Rollkontrolle, Zoll, Bundespolizei, Bereitschaftspolizei, Flughafenfeuerwehr und Security.
Es entstanden neben dem Gebäude nach und nach drei Hallen und ein Löschteich wurde angelegt, welchen die Lohausener Jugend als Freibad nutzte. Vorfeld und Rollwege wurden ebenfalls befestigt. Ein Teil des Vorfeldes, direkt am Gebäude, wurde mit einem Jägerzaun eingezäunt und zur Außenterrasse des Restaurants. Die Fluggäste mussten über diese Terrasse und dann durch eine Pforte im Jägerzaun, wollten sie auf das Flugfeld gelangen. Ein Luftpolizist schob an der Pforte Wache, damit niemand Unbefugtes das Flugfeld betrat.
Die Vereinsflieger nutzten weiterhin den Flughafen, auch wenn Modellflieger und Segelflieger sich nun verstärkt auf anderen Geländen, wie z.B. der Lauswart betätigten.

Im Dritten Reich

1933 kamen die Nazis an die Macht. Bald darauf wurden alle Flugvereine „gleichgeschaltet", das heißt ins Nationalsozialistische Fliegerkorps, kurz NSFK, aufgenommen. Auch den Düsseldorfern widerfuhr dies.
1936 wurde das entmilitarisierte Rheinland von der Deutschen Wehrmacht besetzt. Da die alte Kaserne zur Polizeikaserne geworden war, wurden drei neue Kasernen errichtet: Die jetzige Reitzenstein Kaserne in Rath, die Flughafenkaserne, welche zur Zeit der Airport City weicht und die Bergische Kaserne im Aaper Wald.
Es wurden im Aaper Wald ein neuer Schießstand und ein neuer Truppenübungsplatz angelegt. Der Schießstand ist inzwischen wieder Wald, der Truppenübungsplatz wurde bis 2009 noch genutzt.
Auf dem neuen Truppenübungsplatz wurde eine befestigte Landebahn für ein Kurierflugzeug angelegt, welche heute der Grütersaaper Weg ist.
Den Deutschen war das Fliegen wieder mal verboten und so flogen zunächst nur alliierte Militär- und Zivilflugzeuge in Lohausen. Als 1951 die Deutschen die Lufthoheit zurückerlangten, wurde der Flughafen der, von den Briten gegründeten, Gesellschaft „Flughafen Düsseldorf" übereignet. Die Anteile der Gesellschaft besaßen zu je 50% das Land NRW und die Stadt Düsseldorf. Damit waren die Sportflieger endgültig enteignet.
Neugründung
Nichts desto trotz gründeten sie Ihren Verein unter dem Namen „Düsseldorfer Aero-Klub e.V.“ neu und zogen in einen Seitenflügel der Halle 3. Dort richteten sie sich ein Gesamtklubbüro und ein Vereinsheim mit dem Namen „Millibar“ ein. Die Millibar existierte noch bis ins Jahr 2006 als Vereinsheim der Abteilung Motorflug.
Das erste Motorflugzeug des Vereins nach dem Krieg war, soviel ich weiß, eine Klemm. Später, Anfang der 70er Jahre, waren es eine Robin und eine Cessna 172 Rocket.
Auch die anderen Abteilungen waren zunächst noch in Lohausen beheimatet. Die Ballonfahrer starteten aber, wie bereits vor dem Krieg, in Eller und bauten dann dort Anfang der 60er Jahre ihr eigenes Vereinsheim, das Carl-Götze-Heim. Zur selben Zeit besaßen sie auch einen Gasballon gleichen Namens. Die Abteilung Modellflug nutzte die seit je her leer stehenden Klassenräume in diversen Düsseldorfer Schulen. Als Startplatz nutzten sie, wie zuvor, eine Wiese auf der Lausward.
Auch die Abteilung Segelflug war zunächst in Lohausen in der Halle 3 beheimatet. Allerdings bauten sie ihre Luftfahrzeuge woanders. Das Erste war eine Göppingen Gö 4, ein zweisitziges Segelflugzeug in Holzschalenbauweise, bei dem die Sitze nebeneinander angeordnet waren. Da die Schalenbauweise recht arbeitsintensiv ist, zog sich die Fertigstellung in die Länge. Deswegen wurde die Gö nach ihrer Fertigstellung auch „Dat Jebrassel“ getauft.

taufe

Gö 4 Taufe

Um schneller in die Luft zu kommen, kaufte die Abteilung einen in Gemischtbauweise hergestellten Doppelsitzer mit konventioneller Tandemsitzanordnung vom Typ Kranich III. Ein weiterer Kranich wurde von einem Herrn Höhn gespendet. Einer der beiden Kraniche wurde auf „Glück auf“, der andere auf „Heia Safari" getauft.
Schon so kurz nach dem Krieg kann sich der Düsseldorfer Aero-Klub als einer der besten Luftsportklubs profilieren.

Außerdem wurde noch vor der Fertigstellung der Gö4 ein weiteres Flugzeug angefangen und vollendet, und zwar ein Grunau Baby II, getauft auf den Namen „Steckepädche“. Ein weiteres Baby, welches vorher im Besitz eines Herrn Paul Ross gewesen war, wurde nach seinem Tod von seiner Mutter dem Verein geschenkt. Es wurde „Paul Ross" getauft. Nach Fertigstellung der Gö4 wurde ein weiteres Baby gebaut, welches „Jan Wellem“ getauft wurde, aber erst in Einsatz kam, als bereits eines der anderen Babys durch eine harte Landung zerstört war.

geschichte

Die „Neue“ Bahn des Flughafen Düsseldorfs war inzwischen zu Ungunsten des Kartäuser Klosters, welches abgerissen wurde, nach Nordosten auf 3000m verlängert worden und wurde damit zur Hauptbahn. Die alte Bahn wurde zur Querwindbahn degradiert. Nach 2 Flugunfällen Ende der 50er Jahren, starteten und landeten auf ihr, von Ausnahmen abgesehen, nur noch Flugzeuge bis 5,7 Tonnen. Nach dem Flughafenbrand in den 90er Jahren wurde sie gesperrt und auf ihr das provisorische Abfertigungsgebäude „D“ errichtet. 2006 wurde die Bahn dann ganz gestrichen.
Hier möchte ich die Erzählung über die Geschichte des Düsseldorfer Flughafens beenden, da sie für die weitere Geschichte des Düsseldorfer Aero-Klubs nur peripher interessant ist. Erwähnenswert ist jedoch, dass in den 70er Jahren der Nikolaus öfters vor der Halle mit einem Hubschrauber landete und die Kinder der Vereinsmitglieder beschenkte.

Die Wolfsaap

Da nach dem Krieg an Segelflug auf dem ständig wachsenden Flughafen nicht mehr zu denken war, suchten die Segelflieger lange Jahre nach einem geeigneten Gelände. Inzwischen begnügten sie sich als „Notlösung" mit einem eher schlecht geeigneten Stück des Truppenübungsgeländes im Aaper Wald unmittelbar südlich der inzwischen zum Grütersaaper Weg gewordenen Startbahn des Kurierflugzeuges. Dabei stellte der inzwischen verwilderte Bombentrichter ein echtes Problem da, denn von Osten her landende Segelflugzeuge konnten erst deutlich hinter ihm aufsetzen und erst nach 2 Dritteln des Geländes zum Stillstand kommen. Die Rückschiebestrecke war so sehr lang.
Als weitere Einschränkung war das wellige und kurze Flugfeld nicht für den Flugzeugschlepp geeignet. Der Windenstart dagegen, mit Anfangs noch sehr abenteuerlich anmutenden Windenkonstruktionen, wurde durch die nördlich des Grütersaaper Weges zur Versorgung der Höfe verlaufende Stromleitung an Telegraphenmasten behindert. Diese wurde bei Südwind öfters ein Opfer des fallenden Windenseiles. Aber das Gelände, offiziell als Flugplatz Düsseldorf-Wolfsaap bezeichnet, sollte ja auch nur eine Übergangslösung sein.

maybach

Bilder abenteuerliche Windenkonstruktionen:

maybach

Maybach von Henkelfamilie

hanomag

Hanomag

ford

Ford-Winde

winde

Anfangs existierte auch noch die inoffizielle Bezeichnung „Poloplatz“, da im Bereich des westlichen Landefeldes zeitweilig britische Soldaten Polo spielten. Die Segelflieger mussten dann öfters auf das Ende des Polospieles warten, bevor sie fliegen konnten. Das Landefeld wurde dafür aber auch durch die Polospieler exzellent gepflegt.

poloplatz

Start auf Poloplatz

Währenddessen bemühten sich die Segelflieger um einen richtigen Flugplatz. Eine zeitlang war ein Gelände am Unterbacher See im Gespräch. Es existierten sogar konkrete Pläne und ein Modell des geplanten Flugplatzes mit Halle, Vereinsheim und Werkstatt, welches nach Aufgabe des Projektes noch lange bei uns im Keller lag. Das Projekt scheiterte an Planungen der Stadt einer bis heute nicht realisierten Autobahn.
Ab den 60er Jahren wurden im Sommer Segelfluglager sowohl auf der Wolfsaap, als auch auf fremden Flugplätzen durchgeführt: In den 60er und 70ern fuhr man unter anderem nach der Porta Westfalica und nach Höfen/Reutte in Tirol. In den 80ern und Anfang der 90er Jahre waren erst Bottenhorn und später Dettingen an der Schwäbischen Alb angesagt. Danach wurden verschiedene Ziele, wie Schneeverdingen, Brilon, Aue, Salzwedel, Wershofen und Schmallenberg ausprobiert.
Ein weiterer Event war der jährlich stattfindende Fliegerball des Gesamtklubs. Dieses bereits in den 50er Jahren entstandene Ereignis wurde erst Anfang der 90er komplett gestrichen, als die neue Mitgliedergeneration kein Interesse an diesem Galaball mehr zeigte. Er fand anfangs in den Rheinterrassen, später im Rheinlandsaal des Düsseldorfer Hilton stattfand. Abgesehen davon, dass es der richtige feierliche Rahmen für Flugzeugtaufen war, war der Fliegerball auch das richtige Fest, um sich nach Außen zu repräsentieren und um sich bei Sponsoren zu bedanken und sie auf diese Weise für weitere Spenden zu begeistern. Gerade die Anschaffung der ersten Kunststoffflugzeuge war nur auf Grund der Spendenbereitschaft einiger Herren möglich, welche mit dem Fliegerball belohnt wurden.
Straffer Baubetrieb
Doch zurück ins Jahr 1958: Da ihr Flugzeugpark bereits veraltet war, unterbrachen die Segelflieger 1958 auf Anordnung des Vorstandes für ein Jahr ihren Flugbetrieb, um statt dessen eine Flugzeugwerkstatt auf einem ehemaligen Henkelgelände an der Hügelstraße in Holthausen zu bauen. Nach der zügigen Fertigstellung begannen sie nun mit der Erneuerung Ihrer Flotte, welche 5 Jahre später abgeschlossen war.
Doch zurück ins Jahr 1958: Da ihr Flugzeugpark bereits veraltet war, unterbrachen die Segelflieger 1958 auf Anordnung des Vorstandes für ein Jahr ihren Flugbetrieb, um statt dessen eine Flugzeugwerkstatt auf einem ehemaligen Henkelgelände an der Hügelstraße in Holthausen zu bauen. Nach der zügigen Fertigstellung begannen sie nun mit der Erneuerung Ihrer Flotte, welche 5 Jahre später abgeschlossen war.
Zusätzlich wurden parallel dazu 2 Einzeltrommelwinden, vom Typ Pfeiffer, bzw. Roeder gebaut und auf Kleinlastern montiert. Der Bau einer Doppeltrommelwinde mit zwei gekoppelten Maybachmotoren schlug leider fehl. Nach Abschluss dieser Bautätigkeit, wurde ein kleiner Teil der Werkstatt in Holthausen zum Vereinsheim der Segelflieger umgebaut, der ersten „Thermikschmiede".
Ende der 60er Jahre entstand eine neue Abteilung, die der Fallschirmspringer. Sie führten eher ein Vagabundendasein und sprangen auf unterschiedlichen Geländen. Eine zeitlang beanspruchten sie die Wolfsaap für sich, was jedoch auf Widerstand der Segelflieger traf, denn eine Koexistenz auf dem kleinen Gelände funktionierte nicht. Die Abteilung Fallschirmsprung trat Mitte der 90er Jahre geschlossen aus.

Modernisierung

Anfang der 70er Jahre kauften die Segelflieger einen Motorsegler vom Typ Scheibe SF25B, D-KAER. Er wurde auf dem Flugplatz in Mönchengladbach stationiert, denn die Wolfsaap war und ist für Eigenstarts nicht zugelassen. Gleichzeitig begannen sie erneut mit der Erneuerung des Flugzeugparks, war doch inzwischen die Ära der Kunststoffflugzeuge angebrochen.
So kaufte die Abteilung, mit Unterstützung des Stadtsportbundes, einen Kunststoffeinsitzer vom Typ „Standard Cirrus", welcher „Stadt Düsseldorf" getauft wurde. Leider wurde er bereits in der ersten Saison bei einer Außenlandung zerstört. Der Pilot blieb unverletzt. Von der Versicherungsprämie wurde ein anderer Kunststoffeinsitzer vom Typ ASW15B, D-2076, gekauft.
Dank der mit der Heinrich Hertz Kollegschule bestehenden Schülerfluggemeinschaft, konnten die inzwischen veralteten Doppelsitzer durch den Kauf zweier ASK13, D-5511 und D-9275, ersetzt werden. Letztere wurde auf „Elektron" getauft. Mit Hilfe der Schülerfluggemeinschaft wurde auch der Bausatz einer Elfe S4D gekauft. Die Ka6 und die Ka8 D-5286 wurden ebenfalls verkauft und durch zwei Kunststoffeinsitzer ersetzt, einen Club Astir II, D-4886, und einer ASW 19, D-7969. Der Motorsegler rentierte sich wegen mangelnder Auslastung und hoher Kosten nicht und wurde 1979 bereits wieder verkauft. Durch Überlappung bei Ein- und Verkäufen, besaß die Abteilung Segelflug im Winter 78/79 kurzfristig mal 9 Flugzeuge!
Dank der mit der Heinrich Hertz Kollegschule bestehenden Schülerfluggemeinschaft, konnten die inzwischen veralteten Doppelsitzer durch den Kauf zweier ASK13, D-5511 und D-9275, ersetzt werden. Letztere wurde auf „Elektron" getauft. Mit Hilfe der Schülerfluggemeinschaft wurde auch der Bausatz einer Elfe S4D gekauft. Die Ka6 und die Ka8 D-5286 wurden ebenfalls verkauft und durch zwei Kunststoffeinsitzer ersetzt, einen Club Astir II, D-4886, und einer ASW 19, D-7969. Der Motorsegler rentierte sich wegen mangelnder Auslastung und hoher Kosten nicht und wurde 1979 bereits wieder verkauft. Durch Überlappung bei Ein- und Verkäufen, besaß die Abteilung Segelflug im Winter 78/79 kurzfristig mal 9 Flugzeuge!
Wegen all dieser Gründe gerieten die Finanzen der Abteilung Segelflug Anfang der 80er Jahre so in Schieflage, dass die ASW15 und der Astir verkauft werden mussten. Das war jedoch nicht allzu tragisch, da fast zur selben Zeit die Elfe fertig gestellt wurde. Sie wurde „Heinrich Hertz" getauft. Nachdem gegen Ende der 80er Jahre alle Bauprojekte abgeschlossen waren und sich die Finanzlage wieder erholte, wurde die ASW19 durch eine nagelneue LS4 ersetzt. Auch die Elfe, welche sich als nicht sehr vereinstauglich erwiesen hatte, wurde verkauft und durch einen gebrauchten Astir CS, D-4163, ersetzt.
Wegen all dieser Gründe gerieten die Finanzen der Abteilung Segelflug Anfang der 80er Jahre so in Schieflage, dass die ASW15 und der Astir verkauft werden mussten. Das war jedoch nicht allzu tragisch, da fast zur selben Zeit die Elfe fertig gestellt wurde. Sie wurde „Heinrich Hertz" getauft. Nachdem gegen Ende der 80er Jahre alle Bauprojekte abgeschlossen waren und sich die Finanzlage wieder erholte, wurde die ASW19 durch eine nagelneue LS4 ersetzt. Auch die Elfe, welche sich als nicht sehr vereinstauglich erwiesen hatte, wurde verkauft und durch einen gebrauchten Astir CS, D-4163, ersetzt.
Anfang 1996 wurde die LS4 bei einer Außenlandung in den französischen Alpen zerstört, wobei der Pilot abermals unverletzt blieb. Die LS4 wurde durch eine LS4b, D-3608, ersetzt, welche vom Oberbürgermeister Joachim Erwin, im Rahmen eines Schulfestes im Stadtteil Knittkuhl auf „Gut Knittkuhl" getauft wurde.
Ungefähr zur selben Zeit begann man mit der Grundüberholung der Ka8b, D-5293. Diese zog sich doch bis 2007 hin.
Um diese Zeit zeichnete sich schon ein Ende der Segelflieger in Düsseldorf ab. Der Verein hatte mit sinkenden Mitgliederzahlen, unattraktiven Strukturen/Auststattung und fehlender Jugend zu kämpfen.
Dies war die Zeit für eine Kehrtwende: Unter neuen Vorstand wurde sukzessive innovative Konzepte realisiert die den Düsseldorfer Segelflug immer attraktiver machten.
Mittlerweile sind wir wieder ein junger aktiver dynamischer auflebender Verein, der dem Mitglied in einem unkomplizierten Umfeld alle Möglichkeiten des Segelfluges bietet!
Die Geschichte geht weiter! Falls Sie wissen möchte wie: We fly Dus Wolfsaap

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